Wir feiern 50 Jahre Simson Schwalbe

15.07.2014 21:47

50 Jahre Schwalbe – die Geschichte einer Legende 

 

Vor 50 Jahren lief die erste Schwalbe in der DDR vom Band. Damals kaum zu glauben hat sich der zweiseitige Roller mit seinem markanten Spritzschutz zu einem wahren Kultobjekt entwickelt. Als zeitloser und vor allem robuster Klassiker geht die Schwalbe in die Geschichte ein und beeindruckt noch heute viele Anhänger und Fans. Kein Wunder, dass in diesem Jahr der Geburtstag des Rollers gebührend gefeiert wurde. 

Ob original oder restauriert – eine Schwalbe ist unverkennbar. Ab 1964 produzierten die Simson-Werke in Suhl den Kleinroller unter dem Namen KR 51. Das Unternehmen selbst zählte zeitweise zu den größten Herstellern motorisierter Zweiräder in Europa. Allein in einem Jahr wurden bis zu 60.000 Schwalben in Serie produziert und weltweit in über 50 Länder verkauft. Ein damals jugendliches Design und eine enorme Langlebigkeit haben die Schwalbe zum Verkaufsschlager werden lassen. Die letzte Schwalbe wurde 1986 als eine von Millionen Rollern gefertigt. Genau zu diesem Zeitpunkt begann der Kult um das Fahrzeug.


 

 

 

 

 

 

Robust und leicht zu reparieren 

Über 250.000 Schwalben sollen noch einsatzbereit und auf den Straßen unterwegs sein, schätzen Experten. Dafür sorgt die enorm robuste Bauweise. Die Schwalbe ist unverwüstlich und kann mit einem geringen Aufwand und günstigen Ersatzteilen repariert werden. Hintergrund ist der modulare Aufbau, bei dem sich selbst kleinste Teile ohne Aufwand austauschen lassen. Daneben ist die Schwalbe einfach zu bedienen und kaum störanfällig. Selbst bei starker Witterung bleiben die Motoren resistent.

 

Ein Blick zurück 

Sammler haben die Schwalbe erst nach 1989 zu schätzen gelernt. Früher war der Roller als Frauen-Moped verschrien. Das runde Design und das Knieschutzblech waren keine Elemente für die männlichen Interessen. In der DDR wurde die Schwalbe von Gemeindekrankenschwester gefahren. Ebenso andere berufstätige Frauen entschieden sich für dieses Zweirad. Eine Schwalbe kostete zur damaligen Zeit zwischen 1400 und 1800 Mark und war nur auf Bestellung zu bekommen. Zwei bis drei Jahre mussten die Interessenten auf ein Modell warten. Die Fahrer schätzen ihre Schwalbe mit einem leistungsstarken Motor und einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h.

 

 

 

 

 

 

 

Klassiker in vielen Farben 

Die ersten Schwalben gar es in einem kräftigen Blau. Ebenso beliebt war das Tundragrau oder das Orange. Die beige und weniger beliebte Sitzbank wurde später von einer schwarzen Sitzbank abgelöst. Weitere Farben, die zu den wahren Klassikern zählen, sind Signalrot, Saharabraun, Kirschrot, Billardgrün und Olivgrün. Abgesehen von den Originallackierungen gibt es viele Schwalben auf deutschen Straßen, die mit einer individuellen Lackierung versehen wurden. Auch Ersatzteile werden noch heute produziert, sodass der Schwalbenkult den Liebhabern lange erhalten bleibt.