Was muss beim Kauf eines Mopeds beachtet werden?

22.08.2014 00:27

Was muss beim Kauf eines Mopeds beachtet werden?

Beim Kauf eines Mopeds handelt es sich in den meisten Fällen um einen Gebrauchtkauf. Deshalb ist es besonders wichtig, auf Beschädigungen und Abnutzungen zu achten. Nur so verhindert man, dass ein vermeintliches Schnäppchen teure Reparaturkosten nach sich zieht.

Der optische Eindruck

Es lässt sich leicht erkennen, ob der Vorbesitzer mit dem Moped einen Unfall gehabt hat. Hierzu achtet man auf Beulen, gebrochene Schweißnähte am Stirnrohr, Schäden am Kettenschutz und Ähnliches. Schäden an der Oberfläche lassen immer darauf schließen, dass auch im Innenleben der Maschine etwas defekt ist. Am häufigsten sind dabei beschädigte Lenkkopflager die Ursache für teure Reparaturen.

Viel Arbeit kann man sich außerdem sparen, wenn man auf die Lackierung, die Anbauteile und Rost achtet. Selbst durchgeführte Nachlackierungen sehen in der Regel nicht gut aus und oxidieren schnell. Von modifizierten Anbauteilen wie abgesägten Schutzblechen und erhöhten Sitzbänken ist prinzipiell Abstand zu nehmen. Sie mindern nicht nur den Fahrkomfort (Regen), sie verstoßen zum Teil auch gegen die StVo.

Der Motor

Hier ist darauf zu achten, dass die Ölwanne dicht ist, der Zylinderkopf sitzt, die Leitungen und Bowdenzüge in einem ordentlichen Zustand sind und die Krümmerschraube nicht zu fest angezogen ist. Dadurch büßt der Motor an Leistung an. Beim 2. - 3. Antreten sollte er auch im kalten Zustand starten. Ein Motor, der nur nach Anschieben anspringt, ist definitiv beschädigt.

Die Elektrik

Hier schaut man sich zunächst die Beleuchtung an. Dazu gehören der Scheinwerfer, das Rücklicht, das Bremslicht, das Blinklicht und die Tachometerbeleuchtung. Auch die Hupe muss funktionieren. Im Anschluss überprüft man, ob alle Kabel und Lampen in Ordnung sind oder ob mechanische Beschädigungen bestehen.

Fahrwerk und Reifen

Beim Fahrwerk ist darauf zu achten, dass die Stoßdämpfer keine Geräusche verursachen und stabil einfedern. Als Nächstes schaut man sich die Bremsen an. Jede von ihnen muss in der Lage sein, das Moped allein anzuhalten. Quietschen die Bremsen auch dann, wenn man nicht bremst, sind sie definitiv in schlechtem Zustand. Weiter ist auf den Zustand des Kettenschutzes, eine ausreichende Spannung der Kette und einen guten Reifenzustand zu achten. Sie müssen mindestens 6 mm Profiltiefe haben und dürfen nicht rissig oder spröde sein.

Probefahrt nicht vergessen!

Eine Probefahrt gehört beim Mopedkauf unbedingt dazu. Nur so kann man feststellen, wie gut es wirklich noch fährt. Dabei testet man zunächst vorsichtig die Bremsen. Sie sind so zu halten, dass man sie nicht bis zum Lenker ziehen kann. Das Fußpedal sollte 2 bis 3 cm Spiel haben.

Wenn das Moped nicht sofort anspringt, ist das durchaus als Plus zu werten. Auch ein gutes Modell benötigt im kalten Zustand schon einmal 2-3 Antret-Versuche. Beim Fahren ist wichtig, dass es an keiner Stelle übermäßig stark klappert oder scheppert. Alle Gänge müssen sich bei warmem Motor leicht einlegen lassen. Ebenso problemlos muss der Leerlauf funktionieren.